Apitherapie

Apitherapie: Chancen und Möglichkeit einer natürlichen Heilungsmethode Der Ansatzpunkt der Apitherapie ist die Heilung mithilfe von Bienenprodukten. Diese werden für medizinische Zwecke genutzt, um Heilungserfolge zu erzielen, die auf die Ressourcen der Natur zurückgreifen. In der Vergangenheit war die Apitherapie ein nebensächliches Erzeugnis der Imker, weshalb sich die Therapieform erst später etabliert hat im Zuge von Forschungsarbeiten. Der Bamberger Imker Wilhelm Hemme hat sich mit der Apitherapie eingehender beschäftigt im Jahre 1986.

Heutzutage ist die Apitherapie ein wichtiger Bestandteil von Forschungsarbeiten. Folglich hat diese Therapieform einen weitaus höheren Stellenwert in der Medizin, aufgrund der Effektivität bei der Bekämpfung von multiresistenten Bakterienstämmen. Zudem hat es sich bei der Heilung von schweren Wunden als effizient erwiesen.

Die lange Geschichte von Bienenhonig

Die heilende Wirkung von Honig war bereits vor Jahrtausenden bekannt in anderen Kulturen. Somit ist es keine Entdeckung der Neuzeit. Archäologen haben anhand von Ausgrabungen bewiesen, dass die Ägypter bereits Bienenprodukte hergestellt.

Diesbezüglich gab es den berühmten Fund der Papyrus Edwin Smith. Es gehört zu den ältesten Dokumenten, die medizinischer Natur sind. Übersetzt heißt die Schrift „Wundbuch“ und es ist ein einzigartiger Beweis dafür, dass die Ägypter Honig als Heilmittel geschätzt haben. Das sogenannte Wundbuch wurde im Jahre 1860 gefunden. Es war im damaligen Ägypten als Antiseptika verwendet worden als auch als Antimykotika und als entzündungshemmendes Mittel.

Eine weitere Großkultur der Vergangenheit, die den Honig als Heilmittel erkannt hat, ist Griechenland. Denn bereits „der Vater der Medizin“ hat den Honig verwendet, um Verbrennungen zu lindern.

Schließlich lässt sich die Liste weiter ausführen, doch es würde den Rahmen sprengen. Es zeigt, dass Honig nicht nur ein Genussmittel ist, sondern ein Heilmittel, welches seit jeher verwendet wird. Umso wichtiger, dass die Wirkung von Honig wieder ins Zentrum rückt.

Welche Honigressourcen werden verwertet in der Apitherapie?

Schließlich gilt es zu wissen, welche Ressourcen der Bienen verwertet werden können in der Medizin. Die gute Nachricht: es gibt eine große Varietät an Ressourcen, die Anwendung finden.

Stockluft Inhalator
Eine besondere Methode um von den heilsamen Wirkungen zu profitieren ist der Stockluft Inhalator. Damit ist es möglich die Luft aus einem Bienenstock zu inhalieren. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Api-Air-Therapie, die bei Bronchitispatienten hilft als auch bei Schwierigkeiten mit Asthma. Das Einatmen der Stockluft wirkt entzündungshemmend und antiseptisch und ist eine effiziente Therapiemaßnahme.

Bienengift:
Bei der Apitherapie hat sich sogar Bienengift als ein heilendes Mittel erwiesen. Die Einsatzmöglichkeiten von Bienengift sind breit gefächert. Es wird bei akuten und chronischen Schmerz verwendet. Des Weiteren wird es als Ergänzung verwendet, wenn es um etwaige Formkreise von Rheumaerkrankungen geht. Aktuelle Studien haben belegt, dass Bienengift bei Multiple Sklerose hilft, bzw. signifikante Verbesserungen zutage gebracht hat. Während einer Apitherapie mit Bienengift werden Blockaden gelöst und die Durchblutung wird ebenfalls positiv beeinflusst, bzw. gefördert.

Gelée royale:
Gelée royale ist hauptsächlich aus der Kosmetikbranche bekannt, wobei es ebenfalls zur inneren Anwendung verwendet werden kann. Es ist besonders effektiv, wenn es um die Stärkung des Immunsystems geht. Starke körperliche Gebrechen können mit dem Mittel bekämpft werden. Zusätzlich hat es sich als ein ideales Regenerationsmittel erwiesen bei Tumorpatienten, die einer Chemotherapie unterzogen worden sind.

Gesundheitliche Risiken: Trotz der grundsätzlich guten Eigenschaften kann der Verzehr von Gelée royale allergische Reaktionen hervorrufen. Dies ist auf den erhöhten Anteil an Proteinen und Aminosäuren zurückzuführen.

Blütenpollen:
Blütenpollen enthalten eine Vielzahl an essenziellen Nährstoffen. Diese enthalten Vitamine, essenzielle Aminosäuren und Spurenelemente. Es wirkt sich positiv auf die Leistungsfähigkeit und Vitalität des Körpers aus. Wie so oft gibt es zahlreiche weitere positive Effekte. So wirken Blütenpollen heilend bei Immun- und Sehschwächen, Lebererkrankungen als auch Stoffwechselerkrankungen.

Letztlich ist es ein ideales Allzweckmittel, aufgrund der schieren Vielfalt in puncto Wirkungsweise.

Bienenwachs:
Bienenwachs beinhaltet balsamische und ätherische Inhaltsstoffe, die schmerzlindernd wirken. Folglich wird es bei lokalen Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt. Auch die Schönheitsindustrie hat die Vorzüge des Bienenwachs für sich erkannt. Bienenwachs wird in der Kosmetikindustrie verwendet zur Herstellung von Cremes und etwaigen Salben.

Fazit

Es gibt kaum ein medizinisches Produkt, welches solche eine breite Wirkungsweise hat, wie der Bienenhonig, der bei Apitherapien zum Einsatz kommt. Nicht umsonst hat der Honig eine weitreichende Geschichte und findet glücklicherweise auch heute wieder Anerkennung. Die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, weshalb es ein universelles Heilmittel ist.